Meine Kübelpflanzen

Kübelpflanzen muss man täglich und am besten mit der Kanne gießen, an sehr heißen Tagen sogar zweimal – ein Grund für mich, Pflanzen in Töpfen nach Möglichkeit zu vermeiden. Ein paar habe ich auf der Terrasse stehen, vier Wildpflanzentöpfe, die es angeblich auch ohne tägliches Wässern aushalten und im Winter nicht ins Haus geräumt werden müssen, sind heuer dazugekommen. Na, ich bin gespannt.

Afrikanische Schmucklilie

  • Agapanthus africanus
Die am meisten umhätschelte Pflanze in meinem Garten („Mein größter Stolz„) finde ich jedes Jahr aufregend. Hat sie den Winter im Haus gut überstanden? Wie viele Blüten wird sie heuer haben? Und wenn sie dann ihre riesigen Bälle öffnet, ist sie eine unübertreffliche Schönheit. Es gibt zwar Sorten, die üppiger blühen, dafür ist meine eine Wildpflanze aus den Bergen Madeiras. Und deswegen ist sie so etwas Besonderes.

Die Bierfässer

  • Begonia tuberhybrida
Im Schatten unter der Blutpflaume habe ich vier Partyfässer aufgestellt und sie mit Knollenbegonien bepflanzt. Im Winter kommen sie ins Haus und treiben zuverlässig im Frühjahr wieder aus. Ich muss zwar bis Juni warten, bis sie wieder blühen, aber dann geht es durch bis zum ersten Frost.

Chili (Capsicum)

Die Sorten variieren je nachdem, was die Gärtnerei im Frühjahr anbietet. Wir greifen nach Lust und Laune zu. Machen wir schlechte Erfahrungen, lassen wir die Sorte nächstes Jahr weg. Heuer gedeihen bei uns:
  • Wildchilis (die einzigen, die ich schaffe zu überwintern), scharf
  • „Cheyenne“, extra scharf
  • „Diavoletto“, scharf
  • „Jamaican Scotch Bonnett“, sehr scharf
  • Rondo, mild
  • Thaichili, sehr scharf
  • Pfefferoni „Red Devil F1“, scharf

Fuchsien

Eine Sorte hat den letzten Winter nicht überlebt, eine zweite habe ich mit meiner fatalen Sandmischung gekillt (siehe „Liebe Tochter!„), da waren es nur noch zwei, die in einer Kiste unter dem Marillenbaum hängen.

Lupine

Schon wieder ein Schneckenfutter! So lieb es mein Mann zum Hochzeitstag gemeint hat, an ein Auspflanzen ist nicht zu denken. Sie hat jetzt komplett eingezogen, ich sammle sicherheitshalber die Samen ab und hoffe, dass sie im Frühjahr wieder kommt.

Dipladenie

  • Mandevilla

Ob sie nun Dipladenia oder Mandevilla heißt, habe ich noch nicht herausgefunden, schön ist sie in jedem Fall. Ein paar Jahre lang hatte ich eine rote Sorte, nach deren Dahinscheiden habe ich eine in blassrosa mit dunklem Schlund gekauft, die nun schon das vierte oder fünfte Jahr übersteht. Mittlerweile ist sie so groß geworden, dass ich ihr nächstes Frühjahr einen größeren Topf spendieren werde. Ein Bienenmagnet sind die großen Blüten nicht gerade, aber dafür blüht sie den ganzen Sommer durch.

Mauerkatze

  • Parthenocissus tricusp. „Veitchii“

Die graue Eternitfassade meiner Eltern, so praktisch sie auch sein mag, habe ich immer schon grässlich gefunden. Eine meiner ersten Taten im Garten war die Begrünung der Wetterseite im Westen. Eigentlich wollte ich eine Betonplatte entfernen und den Veitchii in den Boden pflanzen, aber mein Vater drohte so drastisch mit Feuchtigkeit im Haus, dass ich eine Wanne aufstellte und den Kletterer dort hineinsetzte. Er hat zwar nicht die ganze heiße Hauswand geschafft, schlängelt sich jedoch mittlerweile auf die kühlere Vorderfront. Im August ist er von Wespen übersät, aber das ist für mich kein Grund, ihn zu entfernen. Die Wespen sind ohnehin überall gleich lästig.

In der Wanne siedelt sich alles Mögliche an und verschwindet wieder, Rudbeckien und Ehrenpreis sind es aktuell.

Duftpelargonie

  • Pelargonium quercifolium

Meiner eichenblättrigen Duftgeranie habe ich bereits einmal einen Beitrag gewidmet („Die Stinkerin„). Nach dem letzten Winter dachte ich schon, ich bin sie los, aber sie hat sich wieder prächtig erholt. Leider konzentriert sie sich vor allem auf ihren Blattnachwuchs und blüht nur spärlich.

Melonenbirne

  • Pepino

Voriges Jahr habe ich wenigstens eine Blüte gesehen, heuer nicht einmal das. Es hat mich schon gewundert, dass der Stecken nach dem Winter wieder ausgetrieben hat. Leider finden die Schnecken Gefallen an der Pflanze und raspeln in einer Nacht alles weg, was in einer Woche gewachsen ist. Dementsprechend mickrig schaut der Busch aus.

Die Wildpflanzentöpfe

Glockenblumentopf

  • Campanula carpatica „Blue Uniform“, Karpatenglockenblume
  • Campanula cochleariifolia „Bavaria White“, Zwergglockenblume
  • Campanula punctata x C. trachelium „Sarastro“

Aus Angst vor den gefräßigen Schnecken habe ich meine Neuerwerbungen aus den deutschen Gärtnereien in einen großen Keramiktopf gepflanzt. Die Karpatenglockenblume blüht unermüdlich, der Zwergin scheint es nicht zu gefallen und Sarastro wartet noch ab.

Karpatenglockenblume

Nelkentopf

  • Dianthus alwoodii „Alice“
  • Dianthus anatolicus
  • Hippocrepsis comosa, Hufeisenklee
Die Pflanzenbeschreibungen haben Dauerblüte bis Ende August versprochen, ich habe nur silbrige Polster, die sich aber wenigstens ausbreiten. Der Hufeisenklee blüht erst wieder im Mai.

Der Turm

In einer Gartenzeitschrift habe ich diese Anregung gefunden und gleich nachgemacht. Verschiedene Sedum-Arten, eine kümmerliche Hauswurz und Gamander bevölkern die drei Etagen und blühen zu unterschiedlichen Zeiten. Im Winter stelle ich die Schalen sicherheitshalber ins Haus.

Das Schaff

  • Dianthus carthusianorum, Karthäusernelke
  • Gypsophila repens, Polsterschleierkraut, Kriechendes Gipskraut
  • Hissopis officinalis nanus, Zwerg-Ysop
  • Scabiosa japonica var. alpina „Ritz Rosa“, Japanische Bergskabiose

Auch die Karthäusernelke weigert sich, den Sommer über durchzublühen. Vielleicht ist es ihr bei den Eternitplatten doch zu heiß. Der Skabiose taugt es auch nicht, ohne tägliches Extragießen schaut sie jämmerlich aus. Das Gipskraut fühlt sich pudelwohl und wuchert blühend vor sich hin.

Beim Liegeplatz

  • Sedum acre
  • Sedum hispanicum
  • Sedum sieboldii, Oktoberle

Da sich der gelbe Mauerpfeffer bei mir wie Unkraut verbreitet, habe ich einen großen Fleck ausgestochen und in eine breite Schale gepflanzt. In den Töpfen auf dem Regal wachsen Oktoberle, Spanischer Mauerpfeffer und die beiden Efeus, die ich vor meiner Tochter gerettet habe (siehe „Liebe Tochter!„).

Das Eckregal

  • Sedum sieboldii, Oktoberle
  • Kalanchoe blossfeldiana, Flammendes Käthchen

Die Bedingungen im Terrasseneck sind hart: Pralle Sonne am Vormittag, tiefer Marillenbaumschatten ab Mittag, aber trotzdem heiß von der erhitzten Hauswand und der Betonterrasse. Gießen darf ich keinen Tag vergessen, auch nicht bei Regen, denn unter dem Dachvorsprung kriegen sie nichts ab. Auf Dauer hält es nur die Fetthenne aus, das Flammende Käthchen ist ein Gastgeschenk, das im Winter in die Wohnung umziehen wird.

...und noch ein Oktoberle

  • Sedum sieboldii, Oktoberle
Am Rosenbogen zum Bauerngarten habe ich zwei selbst bemalte Konservendosen aufgehängt und mit der überall wuchernden Fetthenne bepflanzt. Obwohl ich diese Dosen nie gieße und sie im Winter draußen bleiben, überleben und gedeihen sie seit mindestens 10 Jahren.