Hinter dem Haus

Es ist ein großer Bereich. Über die ganze Breite des Gartens erstreckt sich ein breites Beet, das von jeher ein Stiefkinddasein führt. Ich habe VOR dem Haus so viel zu tun, dass mir für Gestaltung und Pflege HINTER dem Haus kaum Zeit bleibt. Vor allem arbeite ich immer erst hinten, wenn ich vorne fertig bin – also nicht sehr oft. Vielleicht, wenn mir einmal gar nichts mehr einfällt oder vorne kein Plätzchen mehr frei ist…

Ungefähr so schaut mein Plan aus:

Allerdings halten sich meine wenig bewachten Pflanzen nur bedingt an dieses Konzept. Dazwischen wuchern Akeleien, Taglilien, Flockenblumen, Mutterkraut, Nachtkerzen, Efeu, Wilde Waldrebe, Scheinbeeren, Giersch… Wolfsmilch ist sowieso überall und der Cotoneaster ist kaum zu bändigen. Aber bleiben wir bei der mehr oder weniger bewussten Gestaltung.

Frauenmantel

  • Alchemilla mollis

Bärlauch

  • Allium ursinum
Heuer gepflanzt, blühen lassen und mittlerweile natürlich eingezogen. Ich bin schon sehr gespannt, ob wir nächstes Frühjahr Bärlauch-Pesto machen können. Ein Rezept hat Christian schon vorsorglich herausgesucht.

Herbstaster

  •  Aster
Die Sorte stammt noch von meiner Großmutter und das ist der einzige Grund, warum ich sie noch nicht ausgerottet habe. In meiner Kindheit standen sie ungefähr dort, wo sich jetzt das Kräuterbeet befindet. Meine Mutter nannte sie „Bienenvatter“, weil sie die letzten Blüten im Jahr hatte und so noch für die Bienen sorgte. Die Blüten sind lila, aber so blass, dass sie ziemlich unansehnlich sind. Ich schaffe es nicht, sie loszuwerden, weil sie sich immer irgendwo versamen. Also sollen sie halt hinter dem Haus stehen, den Bienen ist die hässliche Farbei ja wirklich egal.

Bergenien

  •  Bergenia
Vor vielen Jahren habe ich fünf oder sechs verschiedene Sorten gepflanzt. Zu meiner großen Enttäuschung sahen sie im darauffolgenden Frühjahr alle gleich aus. Als ich Jahre später das Schattenbeet anlegte, versuchte ich die dicken Rhizome auszugraben. Die Bruchstücke, die ich aus der Erde herausbekam, wuchsen zwar im Schattenbeet gut an, am ursprünglichen Ort blieb jedoch genug im Boden, um bald wieder einen Fleck zu überwachsen. Sie schauen noch immer alle gleich aus.

Zwergmispel

  • Cotoneaster

 

 

Wolfsmilch

  • Euphorbia
Ich habe dieses Unkraut tatsächlich in meinen Garten geholt. Ich gebe zu, wenn sie im späten Frühjahr ihre grüngelben Hochblätter ausbreitet, macht sie was her (vor allem wenn sie sich mit der Akelei verbündet) und schaut mit ihren Samenständen auch den Rest des Sommers ansehnlich aus. Aber doch nicht überall im ganzen Garten!

Mahonie

  • Mahonia aquifolium
Die Mahonie gehört eigentlich meinem Nachbarn, fühlt sich jedoch bei mir viel wohler und wuchs daher einfach unten durch den Zaun. Mittlerweile ist sie ein beeindruckender Strauch, obwohl sie meist im Schatten liegt.

Gewöhnliche Nachtkerze

  • Oenothera biennis

Ein Dauergast in meinem Garten, hinter dem Haus darf sie sich ausbreiten, ansonsten jäte ich sie meistens aus.

Pfingstrose

  • Paeonia officinalis, Bauernpfingstrose, rosa

Knöterich

  • Persicaria amplexicaulis „Taurus“

Kermesbeere

  • Phytolacca

Was habe ich mir da wieder eingehandelt? Wahrscheinlich die asiatische Kermesbeere, die sich hinter meinen Komposthaufen rasant ausbreitet und meine Japanischen Weinbeeren bedrängt. Dabei hatte ich sie schon einmal in meinem Garten und dann verschwand sie friedlich wieder. Bei nächster Gelegenheit werde ich die Pflanzen ausreißen.

Salomonssiegel

  • Polygonatum x hybridum „Weihenstephan“

Fingerstrauch

  • Potentilla fruticosa „Goldfinger“

Feuerdorn

  • Pyracantha

siehe auch Der Feuerdorn

 

Jostabeere

  • Ribes x nidigrolaria

Himbeere

  • Rubus idaeus

Gepflanzt habe ich neben ganz gewöhnlichen, namenlosen Himbeeren eine gelbe Sorte und eine Sorte, die zweimal im Jahr trägt (was sie eh nie gemacht hat). Beim Umsetzen aus dem Bauerngarten hinters Haus ist das alles verloren gegangen, jetzt habe ich wieder ganz gewöhnliche Himbeeren.

 

Brombeere

  • Rubus sectio Rubus
 

Goldrute

  • Solidago virgaurea
Ja, ja, ich weiß, böser Neophyt. Aber erstens war ich’s nicht, die haben ihrem Ruf alle Ehre gemacht und sich von selbst breitgemacht, und zweitens strahlen sie in so einem schönen Gelb. Viel schöner als die blassgelbe Sorte, die ich einst ins Große Staudenbeet gepflanzt habe…