Hinter dem Haus

Es ist ein großer Bereich. Über die ganze Breite des Gartens erstreckt sich ein breites Beet, das von jeher ein Stiefkinddasein führt. Ich habe VOR dem Haus so viel zu tun, dass mir für Gestaltung und Pflege HINTER dem Haus kaum Zeit bleibt. Vor allem arbeite ich immer erst hinten, wenn ich vorne fertig bin – also nicht sehr oft. Vielleicht, wenn mir einmal gar nichts mehr einfällt oder vorne kein Plätzchen mehr frei ist…

Ungefähr so schaut mein Plan aus:

Allerdings halten sich meine wenig bewachten Pflanzen nur bedingt an dieses Konzept. Dazwischen wuchern Akeleien, Taglilien, Flockenblumen, Mutterkraut, Nachtkerzen, Efeu, Wilde Waldrebe, Scheinbeeren, Giersch… Wolfsmilch ist sowieso überall und der Cotoneaster ist kaum zu bändigen. Aber bleiben wir bei der mehr oder weniger bewussten Gestaltung.

Frauenmantel

  • Alchemilla mollis
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: nach der Blüte bodennah, treibt schnell wieder aus; vertrocknete Blätter im März VOR dem Austrieb

Bärlauch

  • Allium ursinum
1. Ernte 2024, das Pesto war köstlich. Zu einem zweiten Schnitt kam es wegen des warmen Wetters nicht mehr, Anfang April steht er schon in voller Blüte
  • Gießen: hin und wieder, Boden sollte nicht zu trocken sein
  • Düngen: 1 Handvoll Biofert beim Austrieb
  • Schnitt: bei Bedarf in der Küche

Herbstaster

  •  Aster
Die Sorte stammt noch von meiner Großmutter und das ist der einzige Grund, warum ich sie noch nicht ausgerottet habe. In meiner Kindheit standen sie ungefähr dort, wo sich jetzt das Kräuterbeet befindet. Meine Mutter nannte sie „Bienenvatter“, weil sie die letzten Blüten im Jahr hatte und so noch für die Bienen sorgte. Die Blüten sind lila, aber so blass, dass sie ziemlich unansehnlich sind. Ich schaffe es nicht, sie loszuwerden, weil sie sich immer irgendwo versamen. Also sollen sie halt hinter dem Haus stehen, den Bienen ist die hässliche Farbe ja wirklich egal.
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: nach der Blüte bodennah abschneiden

Bergenien

  •  Bergenia
Vor vielen Jahren habe ich fünf oder sechs verschiedene Sorten gepflanzt. Zu meiner großen Enttäuschung sahen sie im darauffolgenden Frühjahr alle gleich aus. Als ich Jahre später das Schattenbeet anlegte, versuchte ich die dicken Rhizome auszugraben. Die Bruchstücke, die ich aus der Erde herausbekam, wuchsen zwar im Schattenbeet gut an, am ursprünglichen Ort blieb jedoch genug im Boden, um bald wieder einen Fleck zu überwachsen. Sie schauen noch immer alle gleich aus.
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: nach der Blüte Stängel abschneiden

Zwergmispel

  • Cotoneaster
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: Formschnitt bei Bedarf

Wolfsmilch

  • Euphorbia
Ich habe dieses Unkraut tatsächlich in meinen Garten geholt. Ich gebe zu, wenn sie im späten Frühjahr ihre grüngelben Hochblätter ausbreitet, macht sie was her (vor allem wenn sie sich mit der Akelei verbündet) und schaut mit ihren Samenständen auch den Rest des Sommers ansehnlich aus. Aber doch nicht überall im ganzen Garten!
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: vertrocknete Stängel im März ausschneiden

Mahonie

  • Mahonia aquifolium
Die Mahonie gehört eigentlich meinem Nachbarn, fühlt sich jedoch bei mir viel wohler und wuchs daher einfach unten durch den Zaun. Mittlerweile ist sie ein beeindruckender Strauch, obwohl sie meist im Schatten liegt.
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: Formschnitt bei Bedarf

Gewöhnliche Nachtkerze

  • Oenothera biennis

Ein Dauergast in meinem Garten, hinter dem Haus darf sie sich ausbreiten, ansonsten jäte ich sie meistens aus.

  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: Pflanzen vom Vorjahr im April entfernen

Pfingstrose

  • Paeonia officinalis, Bauernpfingstrose, rosa
  • Gießen: 
  • Düngen:
  • Schnitt: Verblühtes abschneiden; im Oktober bodennah abschneiden

Knöterich

  • Persicaria amplexicaulis „Taurus“
  • Gießen: 2 – 3 x wöchentlich, bei Trockenheit täglich
  • Düngen: 1 Schaufel Kompost im März
  • Schnitt: vertrocknete Stängel im März

Salomonssiegel

  • Polygonatum x hybridum „Weihenstephan“
  • Gießen: 2 x wöchentlich, bei Trockenheit täglich
  • Düngen: 1 Schaufel Kompost im März
  • Schnitt: vertrocknete Stängel im März

Fingerstrauch

  • Potentilla fruticosa „Goldfinger“
  • Gießen: 1 x wöchentlich
  • Düngen: 2 Schaufeln Kompost im März
  • Schnitt: Formschnitt im März

Feuerdorn

  • Pyracantha

siehe auch Der Feuerdorn

  • Gießen:
  • Düngen:
  • Schnitt: Formschnitt alle zwei bis drei Jahre

Jostabeere

  • Ribes x nidigrolaria
  • Gießen: bei Trockenheit
  • Düngen: 2 Schaufeln Kompost im März
  • Schnitt: nach der Ernte älteste Triebe entfernen

Himbeere

  • Rubus idaeus

Gepflanzt habe ich neben ganz gewöhnlichen, namenlosen Himbeeren eine gelbe Sorte und eine Sorte, die zweimal im Jahr trägt (was sie eh nie gemacht hat). Beim Umsetzen aus dem Bauerngarten hinters Haus ist das alles verloren gegangen, jetzt habe ich wieder ganz gewöhnliche Himbeeren.

  • Gießen: 2 x wöchentlich, bei Trockenheit täglich
  • Düngen: 2 – 3 Schaufeln Kompost im März
  • Schnitt: nach der Ernte abgetragene Ruten entfernen

Japanische Weinbeere

  • Rubus phoenicolasius

Ein echter Geheimtipp, allerdings sind die stacheligen Ruten, die dazwischen auch noch mit Widerhaken bewaffnet sind, nur seeehr vorsichtig zu behandeln. aber die Beeren sind das liebste Naschobst meiner Kinder. 

  • Gießen: 2 x wöchentlich, bei Trockenheit täglich
  • Düngen: 2 – 3 Schaufeln Kompost im März
  • Schnitt: nach der Ernte abgetragene Ruten entfernen

Brombeere

  • Rubus sectio Rubus
  • Gießen: bei Trockenheit
  • Düngen:
  • Schnitt: nach der Ernte abgetragene Ruten entfernen

Goldrute

  • Solidago virgaurea
Ja, ja, ich weiß, böser Neophyt. Aber erstens war ich’s nicht, die haben ihrem Ruf alle Ehre gemacht und sich von selbst breitgemacht, und zweitens strahlen sie in so einem schönen Gelb. Viel schöner als die blassgelbe Sorte, die ich einst ins Große Staudenbeet gepflanzt habe…
  • Gießen:
  • Düngen:
  • Schnitt: vertrocknete Stängel im März